Warum du bei VOC-Emissionen vorsichtig sein solltest

Verfasst von
Aurélien RUMIANO

Zunächst einmal: Was sind VOCs?

Flüchtige organische Verbindungen (VOCs) sind chemische Substanzen, die bei Raumtemperatur leicht in die Luft verdunsten. Sie sind in vielen alltäglichen Produkten wie Lösungsmitteln, Klebstoffen, Farben, Reinigungsmitteln, Möbeln und elektronischen Geräten enthalten. Einige VOCs können die Atemwege reizen sowie die Nasenschleimhaut schädigen und austrocknen.

Bei Menschen mit Empty-Nose-Syndrom können VOCs die Schmerzen verschlimmern, brennende oder gereizte Empfindungen auslösen, die nasale Trockenheit verstärken und die sensorischen Funktionen der Nasenschleimhaut weiter beeinträchtigen.

Diese Gase sind also für diejenigen unter uns, die mit dem Empty-Nose-Syndrom leben, eindeutig schädlich. Deshalb ist es wichtig, ihre Präsenz in deiner Wohnumgebung so weit wie möglich zu reduzieren.

Was du tun kannst:

  • Vermeide den Kauf neuer Gegenstände (Computer, Möbel, Haushaltsgeräte): Die VOC-Emissionen sind in den ersten Monaten nach der Herstellung am höchsten.
  • Wähle inerte Materialien wie Edelstahl, Glas, Keramik und Aluminium.
  • Bevorzuge unbehandeltes Massivholz gegenüber Spanplatten oder Sperrholz, die voller Leim sind.
  • Lüfte regelmäßig: Öffne häufig die Fenster oder installiere ein effizientes mechanisches Lüftungssystem.
  • Sei vorsichtig mit Luftreinigern: Es gibt viele Geräte mit Aktivkohlefiltern, die VOCs auffangen sollen, aber meiner Erfahrung nach waren sie nicht besonders wirksam.

Beachte auch, dass einige reizende VOCs aus „natürlichen“ Quellen stammen. Ätherische Öle oder bestimmte natürliche Hölzer (wie Zedern- oder Kiefernholz) können beispielsweise VOCs abgeben, die eine bereits empfindliche Nasenschleimhaut reizen.

Für diejenigen unter uns mit Empty-Nose-Syndrom zählt jedes Detail. Die Luft, die wir zu Hause atmen, kann den entscheidenden Unterschied machen. VOCs sind überall und oft unsichtbar, können aber die Symptome verschlimmern, indem sie das Nasengewebe weiter austrocknen und reizen. Die Wahl sicherer Materialien, eine gute Belüftung und der Verzicht auf bestimmte neue Produkte sind die wichtigsten Schritte zur Verbesserung der Raumluftqualität.

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