Im vorherigen Artikel habe ich euch ein Gerät zur Visualisierung eurer Atmung gezeigt. In diesem Artikel zeige ich euch, wie ihr es als Rekorder für die nächtliche Atmung verwenden könnt, um Hypopnoen und Apnoen zu erkennen.
Dazu habe ich den Arduino-Mikrocontroller einfach über ein USB-Kabel mit dem PC verbunden und zwei Programme verwendet. Eines zeichnet die Atemkurve auf, das andere liest sie aus. Das erste Programm ist coolTerm; es speichert die Druckdaten in einer .csv-Datei. Das zweite ist eine Webanwendung namens chart studio ploty, die die .csv-Datei einfach und schnell lesen kann. Man kann die .csv-Datei auch mit Excel öffnen, aber das dauert lange.

Das ist die Atemkurve in chart studio ploty. Ihr könnt hineinzoomen und navigieren, um die gesamte Schlafnacht zu betrachten und Apnoe-Ereignisse zu erkennen. Die y-Achse (vertikal) stellt den Druck in Pascal (Pa) dar, die x-Achse die Zeit; die Einheit ist jedoch weder Sekunde noch Millisekunde. Anhand der Atemfrequenz kann man die Zeit allerdings schätzen. Nachts atmen wir etwa 10-mal pro Minute, also einmal alle 6 Sekunden.

Das Hauptproblem ist, dass man jede Apnoe manuell zählen muss, da es dafür keinen Algorithmus gibt. In Schlafkliniken verwendet man spezielle Software, um Apnoen und Hypopnoen zu zählen. Außerdem stehen dort weitere Daten wie Hirnströme, Geräusche, Sauerstoffsättigung und andere Informationen zur Verfügung. Vielleicht kann man dieses Gerät zu Hause durch einen Rekorder für die Sauerstoffsättigung ergänzen.
Das war’s für diesen Artikel …
